Los Azulejos und Veneguera: Regenbogenfelsen auf Gran Canaria
Los Azulejos de Veneguera, das Dorf und der Strand am Ende von 8 km Piste: Anfahrt mit Auto oder Bus 38, Wanderwege und Tipps für einen sicheren Besuch.
Martín PazKanarier · Foodie
Teilen
Im Westen von Mogán, im Südwesten Gran Canarias, lässt die Straße die Hotelstrände hinter sich und schraubt sich in die Berge. Auf halbem Weg nach La Aldea taucht ein Hang auf, gestreift in Grün, Türkis, Ocker und Rosa: das sind Los Azulejos de Veneguera, auf Karten als Fuente de Los Azulejos verzeichnet und oft einfach Regenbogenfelsen genannt. Etwas tiefer liegt Veneguera, ein Bauerndorf in seiner eigenen Schlucht, und am Ende von rund acht Kilometern Schotterpiste der Strand von Veneguera, einer der wenigen der Insel, die bis heute unbebaut sind. Dieser Guide bringt die drei Stopps zusammen, jeweils mit dem Praktischen: wo du parkst, wie du mit Auto oder Bus hinkommst, welche Wanderwege markiert sind und was du wissen solltest, bevor du die Piste hinunterfährst.
Veneguera und Los Azulejos auf einen Blick
Wo
Westen von Mogán, an der GC-200 zwischen Mogán-Dorf und La Aldea
Los Azulejos
Vulkangestein, durch hydrothermale Umwandlung gefärbt, direkt an der Straße
Ab Puerto de Mogán
Etwa 18 km, eine halbe Stunde mit dem Auto
Mit dem Bus
GLOBAL-Linien 38 und 86, mit der Haltestelle „Los Azulejos de Veneguera“
Der Strand
Etwa 8 km Schotterpiste ab dem Dorf; keinerlei Service
Kosten
Keine: frei zugängliches Naturgebiet ohne Kasse
Los Azulejos von der GC-200 aus, der Straße von Mogán nach La Aldea.
Los Azulejos de Veneguera: was sie sind und woher die Farben kommen
Los Azulejos sind Schichten aus vulkanischem Tuff, also Gestein aus Asche und Bruchstücken, die Ausbrüche vor Millionen von Jahren ausgeworfen haben, am Rand der alten Caldera de Tejeda. Vom Rest des Berges unterscheiden sie sich, weil nach ihrer Ablagerung heiße Fluide durch sie zirkulierten. Dieser Vorgang, die hydrothermale Umwandlung, hat die Chemie des Gesteins verändert und die grünen, bläulichen, gelben und rötlichen Töne hinterlassen, die du von der Straße aus siehst.
Geologische Studien zur Gegend, etwa die 2008 veröffentlichte Arbeit von Donoghue und Kollegen, beschreiben sie als hydrothermale Umwandlung bei niedriger Temperatur von Tuffen aus dem Inneren der Caldera, entstanden im Miozän. Die Tourismusseite von Mogán fasst es einfach zusammen: Die Farben kommen von hydrothermalen Veränderungen der Vulkantuffe durch Kontakt mit Wasser. Das spanische Geologische Institut (IGME) führt den Ort als geologisch bedeutsame Stätte (Lugar de Interés Geológico, Datenblatt IC3017, „Miozäne hydrothermale Umwandlung am Rand der Caldera de Tejeda“) mit rund 13 Millionen Jahre alten Gesteinen und nennt ihn eines der besten Beispiele für hydrothermale Umwandlung auf den Inseln.
Den Namen haben ihm die Einheimischen gegeben: Der Hang erinnert an eine Wand, die mit bunten, glasierten Fliesen (azulejos) gekachelt ist. Auf Karten findest du ihn auch als Fuente de Los Azulejos, auf Englisch hat sich Rainbow Rocks durchgesetzt.
Die Route von Los Azulejos, gefilmt vom offiziellen Kanal von Turismo de Gran Canaria (auf Spanisch).
Nicht dasselbe wie der Barranco de las Vacas. Auf Fotos ähneln sie sich, aber der Vorgang ist ein anderer. Im Barranco de las Vacas (Agüimes) poliert das Wasser den Tuff und die Oxidation sorgt für das Orange; bei Los Azulejos färbt die hydrothermale Umwandlung das Gestein grün und türkis. Wenn du beide auf derselben Reise siehst, merkst du den Unterschied sofort.
Aus der Nähe erkennst du die Schichten: Jedes Farbband ist eine eigene Ablagerung.
Wo Los Azulejos de Veneguera liegen und wo du parkst
Die farbigen Felsen sieht man auf mehreren Kilometern entlang der GC-200, der Straße, die von Mogán-Dorf nach La Aldea de San Nicolás hinaufführt, laut dem Datenblatt des IGME zwischen Kilometer 41 und 50. Der klassische Halt liegt etwa 3 km nördlich der Abzweigung nach Veneguera: eine Ausbuchtung an der Straße mit Platz für nur wenige Autos, direkt an der Bushaltestelle „Los Azulejos de Veneguera“.
Genau dort beginnt der markierte Weg, der durch die Seitenschlucht hinaufführt (mehr dazu im Abschnitt zum Wandern), und meist steht ein kleiner Saftstand da. Toiletten, Trinkwasser oder Schatten gibt es nicht: Alles, was du brauchst, bringst du aus Mogán-Dorf mit.
Der Parkplatz ist klein und mittags sowie am Wochenende schnell voll. Ist er belegt, taugt nicht jede Lücke: Die GC-200 ist schmal, mit engen Kurven und vielen Radfahrern, und wer das Auto auf dem Seitenstreifen oder direkt hinter einer Kurve abstellt, sorgt am schnellsten für einen Schreckmoment. Besser umdrehen, ein paar Minuten warten oder später wiederkommen.
Sicherheit bei Los Azulejos. Das umgewandelte Gestein zerbröselt leicht, und von den Hängen lösen sich Steine: Klettere nicht daran herum und stell dich nicht an den Fuß der Böschungen. Ritze nichts ein und nimm keine Gesteinsstücke mit: Das ist ein katalogisiertes Geotop. Und nach starkem Regen prüfst du vor der Abfahrt den Zustand der GC-200, denn Steinschlag ist auf dieser Straße häufig.
So siehst du sie am besten: Licht, Regen und Aussichtspunkte
Nach der Geländeform zu urteilen, sind die farbigen Hänge am Parkplatz nach Südwesten und Westen ausgerichtet, die Sonne trifft sie also meist am Nachmittag frontal, wenn Grün und Ocker am kräftigsten wirken; der große Felsen auf der anderen Straßenseite ist stärker nach Süden ausgerichtet und bekommt fast den ganzen Tag Licht. Nimm das als grobe Orientierung, denn jede Seitenschlucht ist anders ausgerichtet und das Licht ändert sich mit der Jahreszeit. Früh am Tag liegen die Hänge am Parkplatz im Schatten, und die Farben wirken flacher. Bei Bewölkung werden die Töne weicher, bleiben aber gut erkennbar, und das Licht eignet sich für Detailfotos.
Der andere große Moment ist nach Regen. Die Tourismusseite von Mogán beschreibt beim Aufstieg ab Los Azulejos vom Wasser glatt geschliffene Becken und Wasserfälle, die nur bei Regen laufen, und der fällt hier selten; nasses Gestein zeigt außerdem sattere Farben. Das passiert nur wenige Male im Jahr, meist zwischen Herbst und Winter, und deshalb gehen die Fotos mit Wasser so oft durch die sozialen Netzwerke.
So liefen die Wasserfälle von Los Azulejos nach Sturmtief Claudia im November 2025. Video vom Kanal Ese otro yo. Senderismo.
Der ganze Hang, mit dem Felsgipfel über dem Tuff.Ein dünner Wasserstrahl zwischen den grünen Tuffen der Rinne, direkt neben dem Parkplatz.
Um das Ganze von oben zu sehen, halte am Mirador de Veneguera, auf dem Pass der GC-200 zwischen Mogán und Veneguera. Laut Turismo de Mogán sieht man von dort die Schluchten von Mogán und Veneguera und im Hintergrund Los Azulejos. Ein Fünf-Minuten-Stopp, der die ganze Landschaft dieses Guides in einen einzigen Blick packt.
Veneguera-Dorf: der Weiler in der Schlucht
Die Casas de Veneguera, das Dorf, das alle einfach Veneguera nennen, liegen etwa 3 km von Los Azulejos entfernt, die Straße hinunter und über einen kurzen Abzweig von der GC-200. Es ist ein Weiler aus weißen Häusern in einem trockenen Tal, das im Winter grün wird, umgeben von Obstfincas: Avocados, Papayas, Mangos und Zitrusfrüchte, dazu Reste des früheren Exportanbaus von Bananen und Tomaten.
Die Casas de Veneguera, mit der Schlucht, die sich zum Meer hin öffnet.
Es lohnt sich, das Auto stehen zu lassen und eine kleine Runde zu drehen. Im Dorf gibt es den Platz, die Kirche Nuestra Señora de Fátima und die alten Häuser von Casas del Almácigo, die Turismo de Gran Canaria für einen Spaziergang empfiehlt. Gleich daneben liegt La Cardonera, ein Bestand riesiger Cardones, der auf den Kanaren endemischen Wolfsmilch, wo das Dorf zu Weihnachten seine lebende Krippe aufführt, mit mehr als vierzig Szenen, die die Bewohner selbst spielen.
Zum Essen oder für ein Getränk ist die Bar am Platz die erste Adresse. Bevor du zum Strand fährst, nutz auch den kleinen Dorfladen für Wasser und etwas zu essen: Unten gibt es nichts.
Salvar Veneguera: die Schlucht, die nie bebaut wurde
Dass der Strand von Veneguera noch wild ist, ist kein Zufall. In den 1980er-Jahren gab es für die Schlucht Baurechte für ein großes Tourismusprojekt, und deshalb ließ das kanarische Naturschutzgesetz von 1987 sie außen vor. Gegen diese Pläne entstand die Bewegung Salvar Veneguera (Rettet Veneguera), die schließlich eine Volksgesetzesinitiative ins Kanarische Parlament brachte.
Ein erstes Gesetz von 1998 blieb hinter dem zurück, was die Initiative verlangt hatte. Das Ergebnis war das Gesetz 6/2003 vom 6. März, das jenes aufhob und die Schlucht von Veneguera zum Parque Rural erklärte, sie dem Parque Rural del Nublo angliederte und das gesamte Gebiet als nicht bebaubares ländliches Gebiet einstufte. Das Gesetz selbst nennt die Werte, die geschützt werden sollten: laut seiner Präambel das wichtigste Schutzgebiet für Cardón- und Tabaiba-Buschland auf Gran Canaria, Küstenklippen mit Brutplätzen von Seevögeln und archäologische Stätten wie die Siedlung Castillo de Tabaibales.
Ganz abgeschlossen ist die Sache nicht. Der frühere Bauträger zog jahrelang vor Gericht, und ein Urteil vom Juli 2024, rechtskräftig seit Oktober desselben Jahres, verpflichtete die Gemeinde Mogán, Grundstücke zurückzugeben oder zu entschädigen, die das Unternehmen der Gemeinde überlassen hatte, darunter das Gelände von La Cardonera, auf dem die Krippe stattfindet. Dazu kommt eine offene Debatte darüber, wie das Gebiet verwaltet werden soll. Für Besucher ist die praktische Folge einfach: Die Schlucht erlebst du als das, was sie ist, ein Schutzgebiet ohne Hotels.
Strand von Veneguera: wie er ist und wie du über die Piste hinkommst
Der Strand liegt an der Mündung der Schlucht, etwa 8 km vom Dorf entfernt über eine Schotterpiste, die zwischen Fincas und Palmen hinunterführt. Turismo de Mogán beschreibt ihn als rund 370 Meter langen Strand aus schwarzem Sand oder Felsen, je nach Gezeiten, mit mäßigem Wellengang in abgeschiedener Lage. In der Praxis ist es ein gemischter Strand: Rollsteine, Kies und dunkler Sand, mal mit mehr Sand, mal mit mehr Stein.
Der Strand von Veneguera vom Hang aus: dunkler Sand, Kiesel und Klippen auf beiden Seiten.
Der Strand auf einen Blick
Untergrund
Schwarzer Sand, Kies und Rollsteine je nach Gezeiten
Länge
Etwa 370 m
Wellengang
Mäßig; nach Südwesten offene Küste
Service
Keiner: kein Rettungsschwimmer, keine Strandbar, keine Duschen
Zufahrt
Etwa 8 km Schotterpiste ab dem Dorf
Ideal für
Alle, die einen unbebauten Strand suchen und vorbereitet kommen
Die entscheidende Frage ist das Auto. Turismo de Gran Canaria empfiehlt, die Piste mit einem geländetauglichen Fahrzeug zu fahren. Es ist eine Schotterpiste mit Schlaglöchern, Steinen und Staub, ihr Zustand ändert sich nach Regen stark, und man fährt sie langsam: Rechne mit deutlich mehr Zeit, als die Kilometer vermuten lassen. Wenn du mit einem Mietwagen unterwegs bist, prüf vorher den Vertrag, denn viele schließen den Versicherungsschutz auf unbefestigten Wegen aus.
Die Piste führt zwischen Palmen und Fincas durch die Schlucht hinunter.Das letzte Stück: die Mündung der Schlucht mit dem Strand dahinter.
Unten angekommen gibt es nichts: keinen Schatten, kein Wasser und keinen sicheren Handyempfang. Nimm reichlich Wasser, einen Sonnenschirm, Schuhe für die Kiesel und etwas zu essen mit. Die Tourismusseite von Mogán vermerkt außerdem, dass an diesem Strand FKK praktiziert wird; weitere solche Strände auf der Insel findest du in unserem Guide zu den FKK-Stränden auf Gran Canaria.
Bevor du in Veneguera ins Wasser gehst. Das ist offene Küste ohne Rettungsschwimmer. Der Wellengang ist meist mäßig, aber wenn Dünung hereinläuft, können sich Rückströmungen und Strömungen bilden, und der Grund aus Rollsteinen macht den Ein- und Ausstieg mühsam. Wenn das Meer kräftig am Ufer bricht, bleib auf dem Sand. Und fahr die Piste nicht hinunter, wenn Regen angesagt ist: Die Schlucht ist ein Flussbett.
Das Ufer: dunkler Sand, Felsen und die Klippe, die die Bucht nach Süden abschließt.
Schlucht und Strand von Veneguera in drei Minuten. Video vom Kanal Local Guide Gran Canaria (auf Spanisch).
Wenn du das Auto nicht über die Piste schicken willst, gibt es einen anderen Weg zum Strand: übers Meer. Einige Bootsausflüge ab Puerto Rico ankern vor Veneguera (oder vor dem benachbarten Tiritaña) zum Baden und Schnorcheln, und ab Taurito und Playa de Mogán fahren Jet-Ski-Touren diese Küste entlang Richtung Tasarte.
Anreise: mit dem Auto über die GC-200 oder mit dem Bus 38
Mit dem Auto fährst du aus dem Süden über die GC-1 bis zu ihrem Ende in Puerto de Mogán und dort weiter auf der GC-200 Richtung La Aldea, die durch die Schlucht nach Mogán-Dorf hinaufführt. Die Straße steigt bis zum Mirador de Veneguera, fällt zur Abzweigung ins Dorf ab und führt weiter bis Los Azulejos. Ab Puerto de Mogán sind es etwa 18 km und eine halbe Stunde. Aus dem Norden kommst du über Agaete und La Aldea.
Entfernungen ab Los Azulejos
Mit dem Auto, ohne Verkehr. In der Hochsaison gut eine Viertelstunde dazurechnen.
ZielKmZeit
Casas de Veneguera3 km6 min
Mogán-Dorf10 km20 min
Tasarte (Dorf)8 km15 min
La Aldea de San Nicolás15 km30 min
Puerto de Mogán18 km30 min
Puerto Rico25 km40 min
Maspalomas39 km50 min
Mit dem Bus nimmst du die GLOBAL-Linie 38 (Puerto de Mogán – La Aldea de San Nicolás). Sie fährt am Busbahnhof Puerto de Mogán ab, Bussteig 4, führt durch Mogán-Dorf und hält in Veneguera, am Cruce de Veneguera und bei Los Azulejos de Veneguera. Es gibt nur wenige Fahrten: Laut dem im November 2026 abgerufenen Fahrplan fuhr sie von Montag bis Samstag um 7:00, 11:40, 16:00 und 19:40 Uhr ab Puerto de Mogán, an Feiertagen nur zweimal. Zurück nach Puerto de Mogán fuhr sie in La Aldea von Montag bis Samstag um 5:45, 9:30, 14:05 und 17:30 Uhr ab (montags bis freitags auch um 8:00 Uhr), an Feiertagen um 9:00 und 19:55 Uhr; Los Azulejos erreicht sie etwas später. Auch die Linie 86 (Puerto de Mogán – Playa de Tasarte) kommt an Veneguera und Los Azulejos vorbei, mit ein bis zwei Fahrten am Tag. Fahrpläne ändern sich, prüf also immer die aktuellen auf guaguasglobal.com und plane auch die Rückfahrt.
Wichtig: Kein Bus fährt hinunter zum Strand. Die nächste Haltestelle liegt im Dorf, etwa 8 km Piste entfernt. Wenn du vom Flughafen oder aus Las Palmas kommst, findest du die erste Etappe in unserem Guide zur Anreise nach Puerto de Mogán.
Wanderwege: Veneguera, Cruz de Mogán, Tasarte und Inagua
Veneguera ist ein richtiges Wandergebiet, mit markierten Wegen, die die Gemeinde Mogán auf ihrer Tourismusseite veröffentlicht. Diese drei hängen direkt mit diesem Guide zusammen:
Route
Strecke und Zeit
Anspruch
Verlauf
R1 Veneguera – Cruz de Mogán
7,79 km, etwa 3 Std. 30 Min.
Leicht bis mittel
Degollada de Tasarte, Casas de Veneguera, Cruz de Mogán und Mogán-Dorf
R2 Los Azulejos – Los Quemados
6,68 km, etwa 3 Std. 30 Min.
Mittel bis schwer
Von Los Azulejos hinauf zu den Llanos de Ojeda und hinab zum Roque de Veneguera
Weg Los Azulejos – Veneguera
14 km, 557 m Aufstieg
Für Wanderer mit etwas Erfahrung
2025 sanierte Variante: Becken, Llano de la Bruma, Los Quemados und Abstieg nach Veneguera
Die R1 lässt sich am leichtesten einbauen: Sie verbindet die Schlucht von Veneguera mit der von Mogán über die Cruz de Mogán, den traditionellen Treffpunkt der Bewohner beider Dörfer, und führt am Weiler La Cogolla und an riesigen Cardones vorbei. Ihre Wegweiser tragen die Bezeichnung S-73.
Die R2 startet am selben Parkplatz von Los Azulejos und steigt kräftig durch die Seitenschlucht an, vorbei an den Becken Charcas de las Aneas und Charco Azul, bis zu den alten Kiefern der Llanos de Ojeda. Sie führt am Rand des streng geschützten Naturreservats Inagua (Reserva Natural Integral) entlang, ohne es zu betreten: In diesem Kiefernwald ist nur wissenschaftliche und ausnahmsweise pädagogische Nutzung erlaubt. Im Juli 2025 hat die Gemeinde bekannt gegeben, dass sie den 14 km langen Weg zwischen Los Azulejos und Veneguera saniert hat, und empfiehlt, ihn nur zwischen Oktober und Mai zu gehen: Im Sommer ist die Hitze an diesen schattenlosen Hängen hart.
Die Wege Richtung Ojeda und Inagua beginnen an diesen Hängen.
Autotour durch den Westen: Mogán, Los Azulejos, Tasarte und La Aldea
Veneguera und Los Azulejos passen gut in einen Tag auf der Straße durch den Inselwesten, für uns eine der landschaftlich schönsten Strecken Gran Canarias. So würden wir ihn ab Puerto de Mogán planen:
Der Westen von Mogán an einem Tag
9:00
Kaffee in Mogán-DorfVon Puerto de Mogán die Schlucht hinauf. Ein Spaziergang über den Platz und zur Kirche San Antonio, bevor es auf der GC-200 weitergeht.
9:45
Mirador de VenegueraKurzer Halt auf dem Pass: beide Schluchten und Los Azulejos in der Ferne.
10:15
Veneguera-DorfRunde zwischen den Häusern und durch La Cardonera. Wasser kaufen, wenn du zum Strand willst.
11:00
Strand von Veneguera (optional)Nur mit passendem Fahrzeug und wenn die Piste in gutem Zustand ist. Baden und ohne Eile zurück.
15:00
Los AzulejosAm Nachmittag scheint die Sonne meist direkt auf die Hänge am Parkplatz. Zehn Minuten Fotos oder ein kurzes Stück des Wegs.
16:00
Tasarte und La AldeaWeiter auf der GC-200: die Abzweigung nach Tasarte und danach La Aldea de San Nicolás als Abschluss des Tages.
Wenn du lieber nicht selbst fährst: Die Inselrundfahrt im Bus legt auf dem Weg nach La Aldea und in den Norden einen Halt bei Los Azulejos ein, eine bequeme Art, diese Straße vom Fenster aus zu erleben.
Koordinaten von OpenStreetMap. Jeder Button öffnet die Route in Google Maps.
Was gut ist und was weniger
Was gut ist
Los Azulejos siehst du direkt von der Straße aus, kostenlos und ohne zu wandern
Einer der wenigen unbebauten Strände Gran Canarias, gesetzlich geschützt
Ruhiges Dorf mit Bar, Laden und kurzem Spaziergang zwischen alten Häusern
Markierte Wege für jedes Niveau, von der R1 bis zu den Llanos de Ojeda
Dorf und Los Azulejos sind mit dem Bus erreichbar
Was weniger gut ist
Kleiner Parkplatz bei Los Azulejos und eine schmale, kurvige Straße
Die Piste zum Strand verlangt ein passendes Fahrzeug und Geduld
Kein Service am Strand und am Parkplatz von Los Azulejos
Wenige Busse am Tag: Die Rückfahrt muss geplant sein
Im Sommer große Hitze auf den schattenlosen Wegen
Häufige Fragen
Vor dem Besuch
Wo genau liegen Los Azulejos de Veneguera?
An der GC-200, der Straße von Mogán nach La Aldea de San Nicolás, etwa 3 km nördlich der Abzweigung nach Veneguera. Zum Halten gibt es die Ausbuchtung mit Parkplatz an der Bushaltestelle „Los Azulejos de Veneguera“. Ab Puerto de Mogán sind es etwa 18 km.
Warum sind Los Azulejos so bunt?
Es sind Vulkantuffe vom Rand der alten Caldera de Tejeda, die durch heiße Fluide umgewandelt wurden (hydrothermale Umwandlung). Das hat ihre Chemie verändert und ihnen grüne, bläuliche, ockerfarbene und rötliche Töne gegeben. Der Name kommt von der Ähnlichkeit mit einer Wand aus glasierten Fliesen.
Wann ist die beste Tageszeit für Los Azulejos?
So wie die Hänge am Parkplatz ausgerichtet sind, trifft die Sonne sie meist am Nachmittag frontal, und dann wirken die Farben am kräftigsten; früh am Tag liegen sie im Schatten. In den Tagen nach Regen zeigt das nasse Gestein sattere Farben, und manchmal laufen dann die Wasserfälle in der Seitenschlucht.
Sind Fuente de Los Azulejos und Los Azulejos de Veneguera derselbe Ort?
Ja: Es sind zwei Namen für dieselbe Stelle an der GC-200. „Fuente de Los Azulejos“ steht auf vielen Karten, auf Englisch heißt der Ort oft Rainbow Rocks.
Komme ich mit einem normalen Auto zum Strand von Veneguera?
Vom Dorf sind es etwa 8 km Schotterpiste bis zum Strand, und Turismo de Gran Canaria empfiehlt dafür ein geländetaugliches Fahrzeug. Der Zustand der Piste ändert sich nach Regen stark. Mit einem Mietwagen solltest du prüfen, ob die Versicherung unbefestigte Wege abdeckt.
Gibt es am Strand von Veneguera Service?
Nein. Es gibt keinen Rettungsschwimmer, keine Strandbar, keine Duschen und keinen Schatten. Wasser, Essen und Sonnenschutz bringst du aus dem Dorf mit, wo es eine Bar und einen Laden gibt.
Ist es ein FKK-Strand?
Die Tourismusseite von Mogán führt ihn unter den Stränden, an denen FKK praktiziert wird. Da er abgelegen ist, liegen dort Badegäste mit und ohne Badekleidung.
Welcher Bus fährt nach Veneguera und zu Los Azulejos?
Die GLOBAL-Linie 38 von Puerto de Mogán nach La Aldea hält in Veneguera und bei Los Azulejos de Veneguera, ebenso die Linie 86 Richtung Playa de Tasarte. Beide fahren nur wenige Male am Tag, prüf also den aktuellen Fahrplan auf guaguasglobal.com.
Wie viel Zeit brauche ich?
Los Azulejos von der Straße aus: zehn bis fünfzehn Minuten. Das Dorf: eine halbe Stunde. Der Strand: ein halber Tag samt Piste. Mit einer Wanderung wird ein ganzer Tag daraus.
Kurz gesagt
Veneguera sind drei Ausflüge in einem: Los Azulejos, die du von der Straße aus siehst und die im Nachmittagslicht meist am schönsten wirken; das Dorf, ruhig und mit seiner Bar am Platz; und der Strand, wild und geschützt, den du dir mit 8 km Piste und passendem Fahrzeug verdienst. Park nur dort, wo Platz ist, nimm Wasser mit und schau dir, wenn du mit dem Bus fährst, vor dem Losfahren die Rückfahrt an.
Zum Weiterplanen: Unser Guide zu Mogán zeigt dir den Rest der Gemeinde, und wenn du unbebaute Strände magst, findest du mehr unter den schönsten Stränden Gran Canarias. Für ein Bad an der Küste erreichst du den Strand von Taurito über die GC-1, allerdings nicht im Vorbeifahren: Die Ausfahrt dort ist nur in Richtung Puerto Rico angebunden, und die alte Küstenstraße ist weiter gesperrt. Für ruhiges Baden ohne Piste schau dir die Naturpools der Insel an. Und wenn du ein Zelt mitnehmen willst, lies vorher, wo man auf Gran Canaria campen darf: Am Strand von Veneguera gibt es keinen ausgewiesenen Platz.
Bildnachweise
Bgabel · CC BY-SA 3.0 · vía Wikimedia Commons · Victor R. Ruiz from Arinaga, Canary Islands, Spain · CC BY-SA 2.0 · vía Wikimedia Commons · Tony Hisgett from Birmingham, UK · CC BY 2.0 · vía Wikimedia Commons · Markus G. Klötzer · CC BY-SA 4.0 · vía Wikimedia Commons · Jarek Prokop · CC BY 3.0 · vía Wikimedia Commons · H. Zell · CC BY-SA 3.0 · vía Wikimedia Commons
Das kritische Auge hinter jeder Empfehlung. Kanarier und bekennender Foodie, der jeden Winkel von Mogán kennt. Sein Ziel: dass jeder Besucher Mogán wie ein Einheimischer erlebt.
Tipp von Einheimischen
Aus dem Herzen von Mogán
“Wenn du länger als drei Tage bleibst, miete für zwei davon ein Auto. Vieles, was Gran Canaria jenseits der Hotels interessant macht, liegt im Landesinneren, und dorthin fährt der Bus nur selten.”