Gran Canaria Sehenswürdigkeiten: die perfekte Route für 5 Tage
Reiseführer

Gran Canaria Sehenswürdigkeiten: die perfekte Route für 5 Tage

Die 5-Tage-Route durch Gran Canaria, die ein Einheimischer empfiehlt: Las Palmas, Maspalomas und vor allem die Küste von Mogán (Puerto Rico, Anfi del Mar, Arguineguín und Puerto de Mogán).

Cristopher Oliva
Cristopher OlivaExplorador local de Mogán

Ich sage dir das als Grancanario, der diese Route Dutzende Male mit Freunden von außerhalb gemacht hat: Fünf Tage sind genau das Richtige, um zu verstehen, warum wir, die hier leben, nirgendwo anders hinziehen würden. Gran Canaria ist ein Kontinent im Miniaturformat. An ein und demselben Tag kannst du in Las Palmas am Atlantik frühstücken, in einem Fischerdorf im Süden frischen Fisch essen und den Sonnenuntergang von einem Gipfel auf 1.800 Metern zwischen kanarischen Kiefern erleben. Dieser Guide ist die Route, die ich selbst empfehle, mit besonderem Gewicht auf der Gemeinde Mogán, für mich das Juwel des Südwestens.

Das ist kein Plan zum Hetzen von einem Ort zum nächsten. Er ist so gedacht, dass du das Wesentliche ohne Stress kennenlernst, mit Lücken zum Verlieren, denn genau dort passiert die eigentliche Reise. Ich habe ihn von Nord nach Süd und von der Küste zum Gipfel geordnet, damit jeder Tag geografisch Sinn ergibt und du nicht dein Leben im Auto verbringst.

5
Tage Route
+60 km
Südküste
1.949 m
Pico de las Nieves
23 ºC
Jahresmittel

So nutzt du diese Route

Jeder Tag ist unabhängig: Wenn es am Gipfel regnet, tausche ihn gegen einen Strandtag in Mogán und fertig. Der Süden ist fast immer sonnig, auch wenn der Norden bewölkt ist. Reserviere den Mietwagen frühzeitig, besonders in der Hochsaison.

Die Route auf einen Blick

  • Tag 1, Las Palmas de Gran Canaria: Altstadt Vegueta, die Kathedrale Santa Ana, der Stadtstrand Las Canteras und Tapas in der Hauptstadt.
  • Tag 2, Maspalomas: die Dünen, der Leuchtturm und das Flair des touristischen Südens.
  • Tag 3, Küste von Mogán: Puerto Rico, Amadores, Anfi del Mar und Arguineguín, mit dem Meer als Hauptdarsteller.
  • Tag 4, Puerto de Mogán: Klein-Venedig, der Freitagsmarkt und das ursprüngliche Bergdorf Mogán.
  • Tag 5, die Gipfel: der Roque Nublo, der Pico de las Nieves und die weißen Dörfer des Inselinneren.

Ein praktischer Hinweis vor dem Kofferpacken: Auch wenn du im Sommer kommst, pack immer etwas Leichtes zum Überziehen ein. An der Küste kannst du in Badehose sein und eine Stunde später am Roque Nublo auf fast 1.800 Metern frieren; der Temperaturunterschied zwischen Meereshöhe und Gipfel ist real. Nimm bequeme Schuhe für die Wanderwege mit, guten Sonnenschutz (die Sonne im Süden brennt das ganze Jahr) und reserviere in der Hochsaison Mietwagen und Hotels rechtzeitig. Ist das erledigt, genießt sich der Rest von allein.

Bevor es losgeht: So kommst du über die Insel

Mein Tipp Nummer eins: Miete ein Auto. Der öffentliche Verkehr (die Guaguas, so heißen hier die Busse) ist zwischen Las Palmas und dem Süden gut, aber für die Gipfel und die Dörfer im Landesinneren brauchst du ein eigenes Fahrzeug. Die Autobahn GC-1 verbindet die Hauptstadt in weniger als einer Stunde mit Maspalomas und Mogán, und von dort starten die Bergstraßen, eng und kurvig, aber spektakulär. Fahr in Ruhe, genieße die Aussichtspunkte und hab keine Eile.

Zum Thema Übernachten: Wenn du zum Abschalten kommst, wohne im Südwesten (Puerto Rico, Amadores, Anfi oder direkt Puerto de Mogán). Bevorzugst du Stadtleben, Museen und Nachtleben, bleib in Las Palmas. Ich entscheide mich beim ersten Mal für eine Basis im Süden, mit ein oder zwei Nächten oben, wenn du die Hauptstadt auskosten willst.

Tag 1, Las Palmas de Gran Canaria: Geschichte, Stadtstrand und Tapas

Las Palmas de Gran Canaria
Las Palmas de Gran Canaria: Altstadt in Vegueta, der Strand Las Canteras und Großstadtleben.

Beginne mit der Hauptstadt. Die Altstadt Vegueta ist der Ursprung der Stadt und eines der besterhaltenen Kolonialviertel der Kanaren. Schlendere durch die Kopfsteinpflastergassen bis zur Kathedrale Santa Ana, steig auf ihre Türme, um die Dächer von oben zu sehen, und besuche die Casa de Colón, die von Christoph Kolumbus’ Zwischenstopp auf der Insel auf dem Weg nach Amerika erzählt. Donnerstags und samstags vormittags duftet der Markt von Vegueta nach Käse, Papas und Früchten der Region: die perfekte Gelegenheit zum Probieren.

Am Nachmittag wechselst du das Register und gehst nach Las Canteras, unserem Stadtstrand: drei Kilometer goldener Sand, geschützt von einem natürlichen Felsriff (La Barra), das das Wasser fast immer ruhig hält. Perfekt für das erste Bad und um die Beziehung der Grancanarios zum Meer zu verstehen. Beende den Tag mit Tapas im Viertel Triana oder in der Gegend um Mesa y López. Bestell Papas Arrugadas mit Mojo, gegrillten Käse mit Palmenhonig und einen Fisch des Tages. Willkommen auf den Kanaren.

Tipp vom Einheimischen

Wenn du gern surfst: Am Ende von La Cícer (am Ende von Las Canteras) kannst du Boards mieten und Anfängerkurse nehmen. Und zur Dämmerung ist diese Spitze der beste Ort der Stadt für den Sonnenuntergang.

Tag 2, Maspalomas und Playa del Inglés: die Dünen und der goldene Süden

Dünen von Maspalomas, Gran Canaria
Die Dünen von Maspalomas: fast 400 Hektar goldener Sand direkt am Meer.

Weiter in den Süden. Die Dünen von Maspalomas sind die Postkarte Gran Canarias: fast 400 Hektar goldener Sand, die eine kleine Wüste am Meer bilden, ausgewiesen als besonderes Naturschutzgebiet. Durchwandere sie früh am Morgen oder zur Dämmerung, wenn die flache Sonne die Kämme zeichnet und die Hitze nachlässt. Ende am Leuchtturm von Maspalomas, wo es gute Lokale mit Blick auf den Ozean gibt.

Eine andere, sehr unterhaltsame Art, die Dünen kennenzulernen, ist auf dem Rücken eines Kamels, eine Tradition, die aus der historischen Verbindung der Inseln mit Afrika stammt. Die Kleinen lieben es, und der Blick über das Dünenfeld von oben ist unschlagbar.

Bleibt dir noch Nachmittag, schau bei Playa del Inglés und der Promenade von Meloneras vorbei, einer modernen Gegend mit Hotels, Restaurants und Geschäften am Meer, ideal zum autofreien Bummeln und für ein Abendessen mit den Füßen fast im Sand.

Tag 3, die Küste von Mogán: Puerto Rico, Anfi del Mar und Arguineguín

Anfi del Mar, Mogán
Anfi del Mar: weißer Sand, türkisfarbenes Wasser und die kleine Insel mit dem Steg.

Heute geht es mitten in mein Lieblingsrevier: die Gemeinde Mogán, laut Statistik die sonnigste Ecke Europas, und das ist kein Marketing. Die Küste von Mogán reiht einige der besten Strände und Häfen der Insel aneinander und lässt sich zu Land wie zu Wasser wunderbar erkunden.

Puerto Rico und Amadores

Strand von Puerto Rico, Mogán
Puerto Rico, das touristische Herz der Küste von Mogán.

Puerto Rico ist das touristische Herz der Küste: eine geschützte Bucht, Sandstrand, ein lebendiger Yachthafen und das größte Angebot an Bootsausflügen auf ganz Gran Canaria. Einen Spaziergang entfernt liegt Amadores, ein Strand mit Blauer Flagge und ruhigem Wasser, perfekt für Familien. Vom Hafen starten Katamarane zur Beobachtung von Delfinen und Walen, die das ganze Jahr in diesen Gewässern leben. Das ist, ohne zu übertreiben, eines der besten Erlebnisse der Insel.

Anfi del Mar und Arguineguín

Arguineguín, Fischerdorf in Mogán
Arguineguín bewahrt seine Fischerdorf-Seele und die besten Fischrestaurants.

Anfi del Mar ist wahrscheinlich der meistfotografierte Strand des Südens: weißer Sand aus der Karibik, türkisfarbenes Wasser und eine kleine Insel mit Steg. Etwas weiter östlich bewahrt Arguineguín seine Fischerdorf-Seele, mit einem sehr beliebten Dienstagsmarkt und den besten Fischrestaurants der Gegend, in denen die Kanarier selbst essen. Eine wunderbare Art, diese Punkte zu verbinden, ist über das Wasser: Die Schnellboot-Routen zwischen Anfi, Arguineguín und Puerto Rico ersparen dir den Verkehr und schenken dir Küstenblicke, die man vom Auto aus nicht sieht. Für die Aktiveren ist eine Kajaktour ab Arguineguín bei Sonnenaufgang ein echtes Privileg.

Tipp vom Einheimischen

Das Wasser an der Küste von Mogán ist meist ein bis zwei Grad wärmer und viel ruhiger als im Rest der Insel, weil es vor dem vorherrschenden Nordostwind geschützt liegt. Wenn du dich zu jeder Jahreszeit gemütlich baden willst, ist das dein Ort.

Tag 4, Puerto de Mogán: "Klein-Venedig" und der Freitagsmarkt

Luftaufnahme von Puerto de Mogán und seinen Kanälen
Puerto de Mogán, wegen seiner Kanäle und Brücken als Klein-Venedig bekannt.

Wenn ich dir nur einen einzigen Ort der ganzen Gemeinde zeigen dürfte, wäre es Puerto de Mogán. Man nennt es das "Klein-Venedig" wegen seiner von Brückchen überspannten Meerwasserkanäle, seiner niedrigen, weiß gekalkten und von Bougainvillea überwucherten Häuser und seiner Fußgängergassen ohne ein einziges Hochhaus. Ein wunderschönes, ruhiges Fischerdorf mit einem Charme, der sich vor berühmteren Postkarten nicht verstecken muss.

Schlendere ziellos durch den Yachthafen und die alte Fischermole, wirf einen Blick auf die Boote und nimm dir Zeit für ein Essen am Wasser. Wenn du die Reise so legen kannst, dass du an einem Freitag hier bist, zögere nicht: Der Markt von Puerto de Mogán ist der berühmteste der Insel. Hunderte Stände mit Kunsthandwerk, Kleidung, Obst und lokalen Produkten füllen das Dorf schon ab dem Morgen mit Leben. Eine runde Idee: Kombiniere ihn mit einer Bootsfahrt, komm über das Meer an und erspare dir die Parkplatzsuche, die an diesem Tag ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Weiß gekalkte Häuser und Blumen in der Gemeinde Mogán
Das ursprüngliche Mogán: weiße Häuser, Blumen und Stille, wenige Kilometer von der Küste.

Am Nachmittag fahre die wenigen Kilometer hinauf, die die Küste vom Bergdorf Mogán trennen, dem traditionellen Ortskern der Gemeinde. Hier verdünnt sich der Tourismus und das authentische Mogán erscheint: die grüne Schlucht voller Mangos und Avocados, die weißen, terrassierten Häuser und ein gemächlicher Lebensrhythmus. Mach einen Spaziergang, komm mit den Leuten ins Gespräch und versteh, wie all das hier war, bevor die Hotels kamen.

Tag 5, das Herz der Insel: Roque Nublo, Gipfel und Schluchten

Roque Nublo, Gran Canaria
Der Roque Nublo, Natursymbol der Insel, auf fast 1.800 Metern Höhe.

Heb dir den letzten Tag für die Berge auf, denn das Gipfel-Gran-Canaria hat mit dem der Küste nichts gemein. Die Straße steigt zwischen Kiefernwäldern zum Roque Nublo auf, einem 80 Meter hohen Monolithen aus Vulkangestein und Natursymbol der Insel. Vom Parkplatz führt ein leichter Weg von etwa 30 Minuten zu seinem Fuß, an klaren Tagen mit Blick auf den Teide von Teneriffa über dem Wolkenmeer. Das ist womöglich das beste Panorama der Kanaren.

Verpasse unterwegs nicht den Aussichtspunkt Pico de las Nieves (der höchste Punkt, 1.949 Meter), die weißen Dörfer Tejeda und Artenara mit ihren Höhlenhäusern und die Mondlandschaften aus Schluchten und Stauseen. Wer die Bergkurven nicht selbst fahren will: Es gibt organisierte Ausflüge zu den Gipfeln und ins vulkanische Herz der Insel, mit Stopps an den besten Aussichtspunkten.

Wo man in der Gemeinde Mogán isst

Restaurant mit Aussicht in Mogán
Am Meer zu essen ist eine der großen Freuden der Gemeinde Mogán.

Gut essen ist hier einfach, wenn du weißt, was du bestellst. In den Häfen von Arguineguín und Puerto de Mogán findest du fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte: Vieja mit Papas und Mojo, Sama, Cherne, gegrillte Napfschnecken oder eine gute Fischsuppe. Im Landesinneren, im Bergdorf Mogán, probiere das Zicklein, den Käse aus der Region und die tropischen Früchte der Schlucht. Zum Dessert Bienmesabe oder Quesillo. Dazu ein Wein aus den Mittellagen, und du hast gegessen wie ein echter Kanarier.

Willst du auf Nummer sicher gehen? Wirf vor der Tischreservierung einen Blick auf unsere Auswahl der besten Restaurants in Mogán, bewertet und ausgewählt von unserem lokalen Team.

🐟

Das Gericht, das du nicht verpassen darfst

Die Vieja Sancochada mit Papas Arrugadas und grünem Mojo ist DAS Fischergericht des Südens. Such sie in jedem Hafenrestaurant in Arguineguín.

Frischer FischKanarische KücheMogán

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Gran Canaria?

Jede. Die Insel ist als die des "ewigen Frühlings" bekannt: Die Durchschnittstemperatur liegt das ganze Jahr bei etwa 23 ºC. Der Süden, und besonders Mogán, ist auch im Winter die wärmste und sonnigste Gegend, von November bis März also das ideale Ziel zur Flucht vor der Kälte.

Lohnt sich ein Mietwagen?

Ja, vor allem für die Gipfeltage und um auf eigene Faust zu erkunden. Um dich nur an der Südküste zwischen Puerto Rico, Anfi und Puerto de Mogán zu bewegen, sind die Schnellboote und die Guaguas ebenfalls eine sehr bequeme Option.

Reichen fünf Tage?

Für einen ersten Kontakt mit dem Wesentlichen, ja. Aber ich warne dich: Fast jeder, der für fünf Tage kommt, will am Ende wiederkommen. Vor allem die Küste von Mogán macht süchtig.

Und das war’s. Fünf Tage, eine ganze Insel und ein ganz besonderes Fleckchen, Mogán, das du hoffentlich so genießt wie wir, die das Glück haben, hier zu leben. Gute Reise.

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Cristopher Oliva

Cristopher Oliva

Explorador local de Mogán

Explorador incansable de cada rincón de Mogán. Amante del buen café y experto en encontrar el mejor pescado fresco del día. Su lema: «En Mogán siempre hay algo nuevo por descubrir».

Tipp von Einheimischen

Aus dem Herzen von Mogán

La primera hora de la mañana es el mejor momento del día en toda esta costa y casi nadie lo aprovecha: mar plano, sin viento, la mejor luz y las terrazas vacías.
M

Martín

Residente canario

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